Film.


"Duft nach Blut"

2015

„Der Duft nach Blut ist erschreckend selbstverständlich geworden.
Das Sterben wurde zur Routine.“

Warum habe ich „Duft nach Blut“ geschrieben und verfilmt? Krieg ist für mich der perfekte Ausdruck der Perversion, die der Menschheit inne wohnt. Systematisierte Grausamkeit gegen die Menschlichkeit und das Leben, von jeder Kirche im Bedarfsfall als Notwehr autorisiert, den Tätern und den Opfern – und das sind dieselben Menschen – als „gerecht“ selbstverherrlicht.

„Duft nach Blut“ ist ein Kurzfilm, der mitten im Krieg spielt. Kein Anfang, kein Ende. Unwichtig.

Er lässt aus der Sicht eines einzigen Mannes – der den Film mit seinen Gedanken begleitet, ja moderiert - fühlen, was Millionen Menschen schon fühlen mussten. Einzig und allein damit sich Grenzen auf Landkarten verschieben.
„Duft nach Blut“ ist ein Statement.

Krieg ist KEINE Politik, Zedong Xiansheng.
Der Tod von Millionen IST eine Tragödie, Towarisch Stalin.
Krieg ist KEIN Spiel, Mr. Churchill.


Ich habe „Duft nach Blut“ ganz bewusst ohne billige Effekthascherei gedreht, sondern vielmehr reduziert auf die Botschaft und das Schauspiel, die alleine die Geschichte tragen.

Ich habe keine teure Filmkamera verwendet, nicht einmal die Spiegelreflex.
„Duft nach Blut“ (12 Minuten, HD) ist mit Hilfe einer einfachen Handykamera entstanden. Wahrscheinlich ist es genau dieses Simple, dieses Alltägliche, das fernab von Cinemascope und 3D den Schrecken der Geschichte in die Köpfe des Publikums trägt. Und in deren Seelen.

Die Produktion von „Duft nach Blut“ hat mich keinen Cent gekostet. Ich denke, darum geht es auch gar nicht. Zumindest nicht immer. Vielmehr wichtig ist die Erwartung, ja die Hoffnung des Publikums nicht zu enttäuschen, sondern im besten Fall zu übertreffen.

Film ist alles für mich, die umfassendste aller Kunstrichtungen. Ein guter Filmemacher hat alle Musen dieser Welt an seiner Seite. Er erzählt wundervolle Geschichten, malt die buntesten Bilder, stellt fremdeste Charaktere dar, baut phantastische Welten, umhüllt sein Werk mit Klängen, fängt Momente für die Ewigkeit ein ...

Deshalb liebe ich dieses Medium.

Peter Mario Werner

Szenenfotos